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Sarntal: Ein bodenständiges Bergbauernvolk

Die Sarntaler haben ein ganz speziellesVerhältnis zu ihrer Tracht.

Die Sarntaler haben ein ganz speziellesVerhältnis zu ihrer Tracht.

Hoch gelegene Bauernhöfe

Das 1568 Meter hoch gelegene Durnholz ist in jeder Hinsicht ein Bergdorf. Die Bauernhöfe liegen fast allesamt über der 1500-Meter-Grenze. Die Wiesen und Äcker sind sehr steil, die Arbeit beschwerlich und der Ertrag gering. Absolut sehenswert ist die Kirche zum Heiligen Nikolaus, die mit zahlreichen Fresken ausgestattet ist. Erst 1986 ist ein 150 Quadratmeter großer Zyklus zum Vorschein gekommen, der die Leidensszenen Christi und andere biblische Gestalten zum Thema hat. Die Bilder wurden von Experten als sensationeller Kunstfund bezeichnet. Am Ende des Tals liegt der Durnholzer See, umgeben von Wiesen  und Wäldern; er ist zum Baden aber nur für ganz Hartgesottene geeignet, wird das Wasser in den Sommermonaten nur selten wärmer als zwölf Grad. Dafür darf im Winter nach Herzenslust Schlittschuh gelaufen werden.

450 Kilometer markierte Wege

Wanderer kommen natürlich voll auf ihre Kosten im Sarntal. 450 Kilometer an markierten Wegen wollen erobert werden, und es geht mitunter hoch hinauf. Das Wahrzeichen des Tals, die Sarner Scharte (2460 Meter) ist weithin sichtbar, Touren zum Latzfonser Kreuz (2300), zum Tellerjoch (2520) und zur Tellerjochspitze (2563), der Jakobspitze (2742), dem Tagwaldhorn (2708) und der Hohen Scheibe (2556) setzten allerdings eine gute Kondition voraus. Das Kirchlein am Latzfonser Kreuz übrigens ist die höchstgelegene Wallfahrtskirche Südtirols; die Pilgerstätte zählt zu den höchsten Europas.

Nicht ganz so viel Kondition braucht es, wenn man im Winter in Reinswald (1570 bis 2460 Meter), dem schneesicheren Skigebiet des Sarntals, die Pisten hinunter wedeln will. 13 Kilometer gibt es nur, aber das kleine, übersichtliche Gebiet wartet mit breiten Pisten auf und ist prädestiniert für Familien mit Kindern.

Informationen: Tourismusverein Sarntal, Europastr. 15, I-39058 Sarnthein, Tel.: (0039 9471) 62 30 91, Fax: (0039 0471) 62 23 50.

Fotos: Tourismusverein Sarntal

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About Dieter Warnick

Immer wenn er davon spricht, dass Südtirol seine zweite Heimat ist, dann sagt er das nicht nur so zum Spaß. Denn Dieter Warnick wurde schon als Kleinkind die Affinität zu dem bezaubernden Landstrich südlich des Brenners quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater war auch vernarrt in die Dolomiten und seine Menschen dort. Und so ging es mindestens einmal im Jahr nach Südtirol. Mit der ganzen Familie. Im Laufe der Jahre wurden die Aufenthalte immer häufiger, das Wissen über die Örtlichkeiten immer spezieller. Dieter Warnick arbeitete 30 Jahre lang bei einer großen bayerischen Tageszeitung, ehe er sich 2008 neu orientierte, seinen Job als Sportredakteur an den Nagel hing und sich auf den Reise-Journalismus spezialisierte. Südtiroler Geschichten bleiben sein vorrangiges Genre, aber auch andere Länder haben es ihm angetan.

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