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Bozen: Stadt der idyllischen Kontraste

Ein Hort weltoffener Hotelkultur

Geht es nach Hotelbesitzer Franz Staffler, soll es ein Hort zeitgemäßer und weltoffener Hotelkultur werden, wie sie etwa in London gepflegt wird. Hoteldirektor Roland Margesin hat erkannt: Die Grandhotels haben ein Problem – sie sterben aus. Nur wer sich ändert, kann überleben. Die alte Dame Laurin hat er deshalb kräftig geliftet.

Lauschiges Plätzchen: Der Garten des Parkhotels Laurin

Erste Änderungen an der Figur der Grand Hoteldame hat er schon vorgenommen: Zimmer und Räumlichkeiten wurden grundlegend renoviert. Hier ein wenig Zeit zu verbringen, lohnt sich: Kunstsammler Franz Staffler – sein Großvater hat das Hotel erbaut – macht den Gästen zahlreiche Kunstwerke von Oskar Kokoschka bis hin zu Maria Lassnig zugänglich.

Der mediterrane Garten, in dem im Sommer auch die Mahlzeiten serviert werden, duftet und verzaubert im Frühsommer wie eh und je. Und  weil ein flottes Mädchen auch ein trendiges Auto braucht, parkt Margesin seinen knallroten Oldtimer-Fiat „seicento“ direkt vor dem Hoteleingang.

Jetzt soll die Grande-Dame sogar einen neuen Stil bekommen: „Wir wollen frisch und peppig sein, lässig, individuell und kommunikativ“, so der Hotelchef. Beispiel Hotelbar: Frischen Pepp– als Kontrast zu den martialisch-mittelalterlichen Wandmalereien der Dietrich-Saga – soll ein Lounge-Konzept für die Laurin-bringen. Neben Kultveranstaltungen wie der Luis Trenker-Modenschau kann der Gast bisweilen sogar anders als etwa in München Stars wie Ute Lemper oder Shakira persönlich an der Bar treffen, wenn sie nach einem Konzert dort Stopp machen, bevor sie im Zimmer verschwinden.

Liebenswertes Bozener Original: Gastwirt Cobo von den Fischbänken

An Cobos Fischbänken trifft man immer fröhliche Menschen

Vor dem Barbesuch im Laurin lohnt sich allemal ein Bummel durch die Altstadt und die typische Laubengasse. Keine 200 Schritte vom Hotel entfernt in der Dr. Streiter-Gasse kann man leicht an den inzwischen legendären Fischbänken hängen bleiben. Seit mehr als 15 Jahren bewirtet der Hobby-Künstler und Wein-Philosoph „Cobo“ fröhliche Menschen an marmornen Tischen im Freien, auf denen früher Fisch verkauft wurde, mit Bruschette und heimischen Spitzenweinen. Die Wände seiner Bar im Stil einer spanischen Strandkneipe hat er rundherum mit Weisheiten gespickt, die er selber handschriftlich – natürlich in italienisch und deutsch – dorthin gepinselt hat.  Eine davon lautet: „Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähl‘ ihm Deine Pläne.“

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