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Gitschberg-Jochtal: Ein Skigebiet blüht auf | Schönes Südtirol
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Gitschberg-Jochtal: Ein Skigebiet blüht auf

Gitschberg-Jochtal: Skifahren mit Ausblick; Foto: TV Gitschberg-Jochtal

Manuel gibt nochmal alles: Leichtfüßig tänzelt der muskelbepackte Saunameister um den ausladenden Saunaofen. Draußen taucht gerade der Sonnenuntergang Schlern, Langkofel und Geisslerspitzen in orangefarbenes Licht. Drinnen wedelt Manuel den Gästen in anstrengenden Schwüngen mit einem großen Handtuch heiße Luft über die schweißbedeckten Körper. Der Dampf ist gefüllt mit dem Duft von Zirben, Rosmarin und Pfirsisch. Der Amateur-Weltmeister im Bodybuilding hat überdimensionale Schneebälle damit getränkt, die er nach und nach auf den heißen Steinen des Saunaofens zerschmilzen lässt. Die Saunagäste schmelzen derweil ebenfalls dahin – beim wunderschönen Blick durch das riesige Panoramafenster und keltischen Musikklängen von Enja, die aus den Boxen den Aufguss begleiten. Wellnessgenuss mit Gänsehautgefühl.

Im Tratterhof wird der Saunaaufenthalt zum Event; Foto: Tratterhof

Der großzügige Erholungsbereich Monte Silva bietet auf 3500 m² vieles was das verwöhnte Wellnessherz begehrt: Großzügige Panorama-Sauna, finnische Sauna, Aufgussdampfbad, Infrarotlounge, Biokräutersauna, Schwimmbäder, Dress-on Saunen, Whirlpool und Kaltwasserbecken mit Wasserfall. Der Besitzerfamilie Gruber-Hinteregger war es ein persönliches Anliegen, hier, wie im gesamten Hotel, überwiegend heimische Materialien zu verwenden, vom Zirbenholz aus dem hauseigenen Wald für die Natursuiten sowie Restauranträume und Pfunderer Silberquarzit für die Außenfassade.

Infinity im Tratterhof – Blick über Geislerspitzen und Schlern , Foto: Heiner Sieger

Ein Geheimtipp wird erwachsen
Da, wo sich heute in der Sauna und dem weitläufigen Wellnessbereich des Tratterhofs Urlauber erholen, war vor zwei Jahren noch – Almwiese. Denn dieser Hoteltrakt des Vier-Sterne-Superiorhotels in Meransen wurde erst im vergangenen Jahr ausgebaut. „Wir sind hier in den vergangenen zehn Jahren geradezu explodiert“, schmunzelt Tourismusdirektor Stefan Gruber, dessen Eltern den Tratterhof in den 80er-Jahren als kleine Pension mit 16 Zimmerchen eröffnet hatten. Und die Saunaszene ist typisch für den regionalen Aufschwung: Die Erweckung des Hotels zu einer modernen Wellness-Oase mit allen Schikanen steht stellvertretend für das Aufblühen einer ganzen Urlaubsregion vom Dornröschenschlaf in ein munteres Ski- und Wandergebiet. Allein in diesem Jahrzehnt hat sich die Zahl der 4-Sterne-Hotels hier vervierfacht.

22 urige Almhütten hat das Skigebiet Gitschberg-Jochtal zu bieten, ; Foto: TV Gitschberg-Jochtal

Am Schnittpunkt von Eisack- und Pustertal, nahe der Kulturhauptstadt Brixen, laden neun charmante Ortschaften zu unverfälschten Naturerlebnissen und wohltuender Stille ein. Mühlbach, das Herzstück liegt verkehrsgünstig am Eingang des Pustertals. Von dort sind auch die Ferienorte Meransen, Vals, Spinges, Rodeneck, Vintl, Obervintl, Weitental und Pfunders schnell erreichbar. Obwohl Meransen in den 60er-Jahren einer der ersten Südtiroler Orte mit einem Skilift war, blieben in der Skiregion lange Zeit Einheimische und wenige eingeweihte Fremde unter sich. Sogar mehr als 50 Jahre später bewertet das Portal Skiresort.de die Almenregion Gitschberg-Jochtal mit ihren 51 Pistenkilometern, 16 Aufstiegsanlagen und 22 bewirtschafteten Almhütten trotz des Aufschwungs noch als „Geheimtipp“ für Skifahrer. Sie gehört auch zum Kartenverbund von Dolomiti Superski, der besonders familienfreundlich ist: Kinder bis acht Jahren fahren beim Kauf eines Erwachsenen-Skipasses kostenlos, Jugendliche bis 16 Jahren erhalten eine Ermäßigung von 30 Prozent.

Meransen am Gitschberg: Familienfreundlich in den Hotels und bei en Pisten und Skipässen; Foto: TV Gitschberg-Jochtal

Die Almenregion Gitschberg-Jochtal pflegt ihre ganz eigenen besonderen Eigenheiten – wie den Weinanbau. Skiurlauber finden nicht nur einen Logenplatz mit bestem Dolomitenblick, sondern auch moderne Hotels, einen Pistenkavalier und ausgefallene Südtiroler Schmankerl auf den Hütten.

Aufschwung trotz Gegenwind
Und da ist was dran. Denn die Region hat Einiges zu bieten und pflegt ihre eigenen Besonderheiten. Nach vielen Jahren, die vom Zwist der Ortschaften bis zur Pleite der Bergbahn in Gitschberg geprägt waren, hatte der frühere Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder im vergangenen Jahrzehnt die Fusion der Streithähne zur Ferienregion Gitschberg-Jochtal verordnet. Doch es dauerte noch mal fast zehn Jahre, bis die „Schilling“-Gondel ihren Betrieb aufnehmen konnte, die heute die beiden Skialmen bequem verbindet. Während der Fahrt hat man einen einladenden Ausblick über das denkmalgeschützte Altfasstal, mit seinen Höfen, Hütten, Heuschobern und dessen auch im Winter gespurten Wanderwege und Langlauf-Loipen.

Karl Leitner, Präsident des Skirama Gitschberg-Jochtal/Plose, hat die Entwicklung der Ski- und Ferienregion seit vielen Jahren erfolgreich vorangetrieben; Foto: Heiner Sieger

„Wir sind keine Naturzerstörer aber hatten gewaltigen Gegenwind von den Naturschützern“, erinnert sich Karl Leitner, der als Präsident des Skirama Eisacktal-Gitschberg-Jochtal/Plose maßgeblichen Anteil an der Erweckung der Skiregion hat. „Das in den Alpen inzwischen oft anzutreffende schneller, höher, weiter wollten wir hier von Beginn an vermeiden.“ Nachhaltig gastlich, ehrlich, sinnlich – das sind die Attribute, mit der die Region bei ihren Gästen gewinnen möchte. Die Pisten sind durchweg rassig – breite und freie, zum ausladenden Carven einladende Hänge und spannende Passagen durch Waldstücke wechseln sich ab. Auch dem Trendsport Rodeln haben sie hier den Weg geebnet: Der Brimi-Winter-Run führt über fast sieben Kilometer von der Bergstation Gitschberg-Nesselhütte bis nach Meransen ins Dorf. Mit einer Länge von 6,75 km ist sie eine der längsten Rodelbahnen in Südtirol.

Pistenspaß am Gitschberg, dem Balkon zu den Dolomiten; Foto: schönessüdtirol.de/Heiner Sieger

Die verschiedenen Auszeichnungen, sei es von lokalen Institutionen (Dolomiten) oder internationalen Institutionen (Gault Millau), unterstreichen das hohe Niveau der Almen und Hütten der Region. Aber nicht nur auf den Hütten und Almen spielt der Genuss eine wichtige Rolle. Vor allem in der gehobenen Hotellerie können sich Küche und Keller international messen.. Die Nächtigungsauslastung in diesen Kategorien ist sehr ausgeprägt und die Erwartungshaltung der Gäste an die Küche ist sehr hoch. Die Hotelbereiber verstehen es, die richtige Mischung zwischen Südtiroler und Italienischer Küche zu spielen und das Thema „Genuss“ in der gehobenen Hotellerie in den Vordergrund zu stellen.

Skigebiet mit “trinkigen” Weinen
Das ständig präsente Panorama trägt nicht Unerheblich zum Wohlbefinden bei: Von den Skihängen haben die Skifahrer einen betörenden Ausblick vom Schlern bis zu den Geislerspitzen. Die ersten Berge, die Reinhold Messner einst als Junge bestiegen hatte, sieht man von hier wie aus der ersten Kinoreihe. Allerdings werden hier in den Hotels und Hütten statt Popcorn kreative Schmankerl wie Saibling auf gedünstetem Weißkraut oder Spinat-Tirtelen mit Krabben. Gereicht und dazu guter Südtiroler Wein. Denn das Skigebiet ist das einzige in Südtirol, in dem auch Wein angebaut wird. Besonders die frischen Weißweine des Eisacktals sind sehr „trinkig“, wie die Einheimischen meinen.

„Als kleine Winzer haben wir schon große Erfolge und internationale Prämierungen gefeiert, aber als Weinregion sind wir noch weniger bekannt“, sagt Manni Nössing, Präsident der Vereinigung Eisacktaler Wein. 18 kleine und zwei große Winzer sowie die Tourismusvereine haben sich zu dieser Genossenschaft zusammengeschlossen, um den Weißwein auch in der eigenen Region bekannter zu machen. Einer der Favoriten von Manni ist der Müller-Thurgau Sass Rigais, mit 12,5 Prozent Alkohol. „Der schwebt auf dem Gaumen wie eine Wolke, man kann auch ruhig ein Gläschen mehr davon trinken“, schwärmt der Winzer.

Statt ausgedehntem Apres-Ski treten hier nach einer abendlichen Fackelwanderung, etwa auf der Großberghütte zünftige Schuhplattler auf, der Wirt kredenzt derweil aus einem Zuber über offenem Feuer einen würzigen Glühwein. Gefeiert wird aber auch, allerdings mit sportlichem Touch: Zum Beispiel jeden Dienstagabend beim „Tanz der Vampire“. Da laufen die meisten mit Stirnlampe und Tourenski oder Schneeschuhen zum Bergrestaurant Jochtal hoch. Alternativ fährt auch die kostenlose Gondel zwischen 20 und 23 von Vals zur Hütte. Dort gibt es massenweise knusprige Pizza, während unten in der Disco-Area für die Jugend die Party abgeht.

Hier geht die Party-Post ab: “Tanz der Vampire”, jeden Dienstagabend auf der Jochtal-Alm; Foto: schönessüdtirol.de/Heiner Sieger

Gummibärchen vom Pisten-Kavalier
Wer am nächsten Tag einem Skifahrer mit Frack und Zylinder begegnet, leidet nicht etwa an den Folgen unsachgemäßen Alkoholgenusses – und falls doch: bei ihm würde er Hilfe finden. Timo, so heißt der junge Mann, ist der Pisten-Cavaliere von Gitschberg-Jochtal. Nicht zu verwechseln mit dem anderen italienischen Cavaliere, Stichwort „Bunga-Bunga“. An vier Tagen pro Woche schwingt er hilfsbereit über die Hänge, überreicht Rosen, Gummibärchen und Papiertaschentücher, schultert die Ski von schwach gewordenen Ladies oder Kindern und steht bei Fragen nach dem schönsten Ausblick, der gemütlichsten Einkehr oder der leckersten Jause mit Charme und Südtiroler Schmäh zur Seite.

Student Timo ist im Skigebiet Gitschberg-Jochtal als Pistenkavalier unterwegs; Foto: schönessüdtirol.de/Heiner Sieger

Erst seitdem die inzwischen längst von großen Skikarussels verwöhnten Skifahrer hier professionelle Verhältnisse vorfinden, blüht die Region auf. So überlaufen wie etwa zeitweise der Kronplatz oder die Sella-Region ist es hier aber nicht mal in der Hochsaison. Wer weiß wie lange noch. Denn die Gitschberg AG plant einen Neubau der 1957 in Betrieb gegangenen Gondelbahn von Mühlbach im Pustertal hoch nach Meransen. 28 Millionen Euro soll in das schon 2019 startende Gesamtprojekt inklusive Infrastruktur wie Parkplätzen, Supermarkt, sanitären Einrichtungen und Anbindung an die öffentliche Bahn investiert werden. Umweltfreundliches und bequemes Ski-in & Ski-out wird es dann hier wie auch in Percha am Kronplatz geben.

Weitere Informationen:

Hotel:
www.tratterhof.com

Hütten:
Bergrestaurant Jochtal: www.jochtal.info
Gitschhütte: www.gitschhuette.com
Großberghütte: www.grossberghuette.com

Skiregion:
www.gitschberg-jochtal.com
www.dolomitisuperski.com

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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