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Auf den Spuren der Liebe

Amors Pfeil - von einer Freske in Bozens Burg Runkelstein, Foto TV Bolzano-Bozen

Amors Pfeil – von einer Freske in Bozens Burg Runkelstein, Foto TV Bolzano-Bozen

Zwei Tage lang begibt sich die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen auf den Spuren der Liebe. So heißt auch die Veranstaltung, die zum sechsten Mal das Wochenende um den Valentinstag (vom 13. bis 14. Februar 2016) in eine liebestolle Zeit verwandelt. Liebestrunken, vernarrt und auf Wolke sieben – das waren im Lauf der Bozner Geschichte viele, bekannte und weniger bekannte, Paare. Einige davon haben sogar Geschichte geschrieben, nicht zuletzt durch ihre dramatische Liebesgeschichte.

Ungewöhnliche Zeitreise in eine vergangene Welt der Seufzer und Klagen, aber auch der Frühlingsgefühle, Aphrodisiaka und sinnlichen Reize

„Auf den Spuren der Liebe“ wird vom Verkehrsamt der Stadt Bozen organisiert, um Gäste und Einheimische durch geführte Besichtigungen zu den heimischen „Schauplätzen der Liebe“ zu verzaubern und ihnen den Valentinstag einmal ganz anders in Erinnerung zu rufen. Nicht nur für Romantiker erschließt sich durch diese Veranstaltung eine Seite der Stadtgeschichte, die bisher unterbeleuchtet war. Während der Rundgänge durch die Altstadt, hin zu verwinkelten und geheimnisumrankten Schlössern und Ansitzen, erschließt sich eine vergangene Welt der Seufzer und Klagen, aber auch der Frühlingsgefühle, Aphrodisiaka und sinnlichen Reize.

Bozen_RosengartenblickDie ungewöhnliche Zeitreise auf  den Spuren der Liebe beginnt am Samstag, 13. Februar um 11 Uhr mit der Begegnung mit der Bozner Restauratorin Verena Mumelter, die Interessierten die Fresken der Haselburg und die wechselvolle Geschichte des Schlosses näher bringt: Die antike Mythologie bestimmt in diesem Fall das Liebes-Geschehen. Ein Shuttlebus startet um 10.30 Uhr vom zentralen Waltherplatz zur Burg oberhalb der Stadt. Der Burgparkplatz steht den Autos der Besucher ebenfalls offen.

Um 15 Uhr öffnet der Merkantilpalast seine Tore und lädt zum Wiener Hoftreiben: Der Kunsthistoriker Helmuth Oehler erzählt das Schicksal der Kaiserin Maria Theresia aus einer ganz privaten Warte – ihrem Ehefrauen- und Mutterdasein. 16 Kinder dürften ihren Alltag ganz schön durcheinandergewirbelt haben.
Um 18.30 Uhr  begleitet der Archäologe und Schlossherr Armin Torggler Interessierte  in den Artushof des winterlichen Schlosses Runkelstein (warm anziehen!). Ein Shuttlebus-Dienst bringt auch diesmal Besucher bequem zum Schloss und wieder zurück ins Stadtzentrum.

Schloß Runkelstein in Bozen, Sommerhaus

Schloß Runkelstein in Bozen, Sommerhaus

Am Sonntagvormittag ab 11 Uhr lädt der Merkantilpalast zu einer Matinée zum Thema „Serenade“: Wortgewalt und Musik vom Feinsten, vorgetragen vom Musikexperten Giacomo Fornari und von den Dozenten des Konservatoriums. Um 15 Uhr wiederum lädt Gräfin Charlotte Kuenburg in die erzherzögliche Gruft im  Bozner Dom und in die Gemächer von Palais Campofranco. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen stehen die Liebesgeschichten der Habsburger Hofdamen und –herren, insbesondere der nicht standesgemäßen Verbindung zwischen Erzherzog Heinrich und der Opernsängerin Leopoldine Hofmann, aber auch der Ehe von Maria Elisabeth von Savoyen-Carignan mit Erzherzog Rainer von Österreich, Vizekönig des Königreichs Lombardo-Venetien. Beide Paare wurden in der Krypta des Bozner Doms beigesetzt, die nur selten für das Publikum geöffnet wird.

Zahlreich sind die Möglichkeiten, diese besonderen Spaziergänge und Besichtigungen mit einem Mittags- oder Abendmahl in besonderem Ambiente zu krönen oder passende Leckerbissen vor Ort zu verkosten. Schloss Runkelstein am Eingang des Sarntals und das Merkantilgebäude mitten im Herzen der Stadt können während des gesamten St.-Valentins-Wochenendes besucht werden bzw. beide Einrichtungen bieten stündlich geführte Besichtigungsmöglichkeiten an.

Einige Beherbergungsbetriebe haben zum Anlass eigene Urlaubspakete geschnürt. Infos dazu gibt es im Verkehrsamt der Stadt Bozen. Das Programm und ein Kompaktführer zu den einzelnen Schauplätzen der Liebe sind im Informationsbüro Bozen erhältlich.

Infos: Verkehrsamt der Stadt Bozen, Tel.: +39 0471 307000, E-Mail: info@bolzano-bozen.it

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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