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Mekka für Bergläufer

Der North Face Lavaredo Ultra Trail in Cortina d'Ampezzo ist einer der weltweit anspruchsvollsten Wettläufe überhaupt. Foto: Cortina Tursimo

Der North Face Lavaredo Ultra Trail in Cortina d’Ampezzo ist einer der weltweit anspruchsvollsten Wettläufe überhaupt. Foto: Cortina Tursimo

Der italienische Ferienort Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten wird in diesem Sommer wieder zum Treffpunkt für die Freunde des Berglaufs. Das Netz an Berglauf-Trails wurde um mehrere neue Laufrouten ausgeweitet und macht Cortina zum besonderen „Trail Running Resort“.

Mit mehr als 475 km Berglauf-Trails und 18 Streckenführungen unterschiedlicher Länge und variierender Schwierigkeitsgrade bietet Cortina d’Ampezzo nicht nur für Leistungssportler, sondern auch für Anfänger eine umfangreiche Palette an Möglichkeiten für das Trail-Running. Während man durch traumhafte Landschaften läuft und die sagenhafte Aussicht auf die umliegende Natur genießen kann, kommt gleichzeitig auch die sportliche Herausforderung nicht zu kurz. Auf den Strecken der ausgewählten Routen bieten sich dem Runner spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Seen, Bäche und vor allem die Berggipfel der Dolomiten, sowie auf die Wälder und sogar das Freilichtmuseum des 1. Weltkriegs.

Auch für “Soft Runner” gibt es schöne Strecken

Dem Himmel entgegen heißt es auf der neuen, 20 km langen Strecke „Cortina Sky Race“, die im Rahmen des North Face Lavaredo Ultra Trail am 25. Juni offiziell eröffnet wurde. Vom Run Hub läuft man auf der ehemaligen Bahnlinie der Dolomitenbahn zunächst in Richtung Norden. Bei Vigna 1350 geht es auf verschiedenen Wegen weiter bis zur Scharte „Forcella Zumeles“. Von dort geht es in Richtung Son Forca und anschließend nach Brite de Larieto. Über Col Tondo, Chiamulera und Guargnè kommen die Läufer wieder zur stillgelegten Bahnlinie, um nach Cortina zurückzukehren.

Für die „Soft Runner“ unter den Bergläufern bietet die „Tour der Parks“ mit ihren 22,9 km Gesamtlänge und 1.346 m Höhenunterschied eine großartige Panoramastrecke durch den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags. Der Läufer folgt einer stillgelegten Dolomitenbahn in nördliche Richtung, durchquert darauf Tunnel und Unterführungen Richtung Sant Uberto. Nach dem Passieren mehrerer Berghütten kehrt man auf dem Weg nach Ra Stua schließlich wieder auf der gleichen Strecke nach Cortina zurück.

Bereits Kult ist der Cortina-Toblach-Run. Foto: Cortina Tursimo

Bereits Kult ist der Cortina-Toblach-Run. Foto: Cortina Tursimo

Wem diese Läufe zu strapaziös sind, der kann es bei der „Tour der Seen“ etwas ruhiger angehen lassen. Diese Tour eignet sich für alle Läufer und ist daher ideal für Einsteiger. Die 9,5 km lange Strecke verläuft durch verschiedene Waldgebiete, aber auch Seen und Flüsse zieren die Strecke. Man läuft entlang verschiedener sich kreuzender Wanderwege und durchquert dabei den Ort Pezie de Paru. Nach dem Erreichen des Lago Pianozes und des Ortsteils Mortisa kehrt man wieder nach Cortina zurück.

Hütten und Almen am Rande der Strecken sorgen für das leibliche Wohl der Tourengänger und laden gleichzeitig dazu ein, eine kleine Verschnaufpause einzulegen.

Einer der weltweit anspruchvollsten Wettläufe überhaupt

Im „Trail Runnig Resort“ Cortina d’Ampezzo stehen den Sportlern detailgetreue Karten, online verfügbare GPS-Daten und die Angebote der „Trail Running Hotels“ mit spezifischen Dienstleistungen zur Verfügung. Dieses umfangreiche Programm beinhaltet ein Kraftfrühstück ab den frühen Morgenstunden, Express-Wäscherei rund um die Uhr sowie Late Check-Out. Ebenfalls angeboten werden Energie spendende Lunchpakete und Erste-Hilfe-Sets. Somit sind die Laufsportler rundum bestens versorgt und können sich unter hervorragenden Voraussetzungen auf das Berglaufen konzentrieren.

Der Berglaufsport hat in Cortina längst Tradition: Jährlich werden in Cortina zwei internationale Großveranstaltungen ausgetragen: der „North Face Lavaredo Ultra Trail“ (25.-27. Juni) und der „Cortina-Toblach Run“ am 31. Mai. Diese Rennen ziehen jedes Jahr nicht nur Aktivsportler aus aller Welt in ihren Bann, sondern auch Feriengäste, die den Cracks bei ihren Spitzenleistungen zuschauen.

Der North Face Lavaredo Ultra Trail ist einer der weltweit anspruchsvollsten Wettläufe überhaupt und jährt sich diesen Sommer bereits zum achten Mal. Jahr für Jahr lockt das Rennen tausende von Sportlern und Fans rund um den Globus in die italienische Provinz Belluno. Der Wettkampf zählt an die 1.000 Teilnehmer, welche binnen maximal 31 Stunden eine Distanz von 120 km und insgesamt 6.000 Höhenmetern zurücklegen. Gestartet wird dabei in Cortina, von wo aus man die Bergwelt durchquert, den Berg Cristallo erklimmt und letztendlich, nach dem Überqueren der Pässe Cimabanche und Giau, wieder in Cortina ans Ziel gelangt. Der Trail gilt als äußerst Kräfte zehrend und bringt die Teilnehmer an ihre körperlichen Grenzen. Unter den gegebenen Bedingungen stellt der Lauf eine enorme sportliche Herausforderung dar. Für die Hobbysportler gibt es eine etwas harmlosere Alternative, den Cortina Trail. Bei dieser Variante müssen die Teilnehmer nur 47 km und 2.500 Höhenmeter zurücklegen.

Mit einer noch größeren Anzahl von Teilnehmern kann sich der jedes Jahr am 31. Mai stattfindende Cortina-Toblach Run rühmen: Hierbei treten bis zu 4.000 Teilnehmer von nah und fern an, die eine Gesamtstrecke von 30 km und 300 Höhenmetern bewältigen. Die größte Herausforderung stellt dabei der 1.530 Meter hohe Pass Cimabanche dar, der zugleich der höchste Punkt der Strecke ist. Der Lauf startet ebenfalls in Cortina und erstreckt sich entlang der früheren Dolomiten-Eisenbahnlinie. Die Route schlängelt sich durch eindrucksvolle Landschaften und wurde von dem einstigen italienischen Marathonläufer Gianni Poli entdeckt. Die Laufstrecke verbindet die Ortschaften Cortina d’Ampezzo im Veneto und Toblach in Südtirol miteinander.

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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