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Klein, aber urig

Berghotel Ladinia in Corvara

Berghotel Ladinia in Corvara

Im alten Ortsteil von Corvara in Pedecorvara gelegen, ist das Berghotel Ladinia die erste Adresse im Ort. Nicht nur für Freunde des schlichten Bergurlaubs im Stil der 30er Jahre. Sondern auch, weil das Haus im Besitz der Lizenz mit der Nummer 1 der Gemeinde Corvara ist. Damals wurde es von Cesco Kostner eröffnet, der selber auch das wunderschöne Edelweiß gezeichnet hat, dass noch immer zum Beispiel die Speisekarte des Hauses ziert.

Heute wird das Ladinia von der Familie Costa geführt, die gleich nebenan das Viersterne-Hotel La Perla führt. Inhaber Michel Costa, der das La Perla nach der Gemeinwohlökonomie führt, ist die sehr darauf bedacht, den Stil und die Originalstruktur zu bewahren. Und das spürt der Gast – in den Holzböden, die alte Geschichten erzählen, den alten Stuben, dem heimeligen Kachelofen, den schlichten Blumensträußen auf dem Tisch über die traditionellen Dekore der Stoffe und Teller, die regionalen bäuerlich-geprägten Speisen, die von Winzer-Charakteren geprägten Weinkarte bis zu den kleinen, aber enorm gemütlichen Zimmern.

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Hotelchef Nicolo präsentiert die kleinen, aber gemütlichen Berghütten-Hotelzimmer, Foto: Heiner Sieger

Kleine, aber ungemein gemütliche Zimmer

In den 13 ungemein behaglichen Zimmern spürt man, dass sie mit viel Liebe zum Detail umgebaut wurden. Die Bäder sind klein, aber aus dem Wasserhahn fließt reinstes Dolomitenwasser. Wer Luxus sucht, ist hier fehl am Platz. Das Ladinia ist sehr zurückhaltend eingerichtet. Hier gibt es nichts Überflüssiges, sondern nur die Harmonie mit dem Geist der Berge, von denen sie umgeben ist.

Das Konzept orientiert sich eher an einer Berghütte als an einem Hotel”, so Michel Costa. Der Name spiegelt die Philosophie des Hauses wider: Hier soll der Gast das ursprünglich Ladinische spüren. Ein Ort, an dem man sich zurückziehen kann in die heimelige Stube, um in Ruhe ein gutes Buch zu lesen, in alten Werken über die Dolomiten zu schmökern, oder an der Bartheke einen Kräutertee oder andere Spezialitäten des Alpenraums mit allen Sinnen erleben kann.

Gemütloche Stube mit Kachelofen im Berghotel Ladinia; Foto: Heiner Sieger

Gemütloche Stube mit Kachelofen im Berghotel Ladinia; Foto: Heiner Sieger

Typisch ladinisches Bergleben spüren

Geführt wird das Hotel Ladinia von Nicolo. Der Einheimische hatte zuletzt im benachbarten San Cassiano im Hotel Rosa Alpina sechs Jahre lang mit Südtirols berühmtestem Koch Norbert Niederkofler gearbeitet. “In einer Zeit, in der nur noch immer größere Wellness-Hotels gebaut werden, bin ich froh mit dem Ladinia genau den umgekehrten Weg gehen zu können. Wir sprechen Gäste an, die das Ursprüngliche suchen und egal, ob Winter oder Sommer, das typisch ladinische Bergleben spüren wollen”, so Nicolo.

Das Hotel ist von Mitte Juni bis zum 2. November und von Dezember bis März geöffnet. Die Zimmerpreise beginnen im Winter ab 112 Euro pro Person, inklusive Frühstück und einem Guthaben von 40 Euro für das Ladinia sowie drei weitere Restaurants des benachbarten La Perla.

Das Frühstück ist gerichtet im Berghotel Ladinia, Foto: Heiner Sieger

Das Frühstück ist gerichtet im Berghotel Ladinia, Foto: Heiner Sieger

 

Schlichte Ausstatung ist das Markenzeichen des Hotels Ladinia, Foto: Heiner Sieger

Schlichte Ausstatung ist das Markenzeichen des Hotels Ladinia, Foto: Heiner Sieger

Die meisten Zimmer im Berghotel Ladinia bieten einen Blick auf den Sassongher, das Wahrzeichen Corvaras, Foto: Ladinia

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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