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Training im Heldental

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bezieht vor der WM in Brasilien das Trainingslager im schönen Südtirol

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bezieht vor der WM in Brasilien das Trainingslager im schönen Südtirol

Vielleicht wird Jogi Löw ja doch noch ein richtiger Volksheld – nämlich dann, wenn er in diesem Jahr bei der Fußball-WM in Brasilien mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Fußball-Weltmeister wird. Zuzutrauen ist es ihm und seiner Manschaft – auch wenn noch einige Spieler nicht in Top-Form sind. Zumindest bekommt das deutsche Nationalteam jetzt noch Rückenwind aus dem Tal von Südtirols großem Volkshelden Andreas Hofer.

Ideale klimatische Bedingungen, ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten und gastfreundliche Menschen: Für den Deutschen Fußball-Bund DFB stand schon frühzeitig fest, dass die deutsche Nationalmannschaft 2014 bereits zum dritten Mal in der nördlichsten Provinz Italiens trainieren wird. Im Passeiertal bereitet Trainer Jogi Löw die Spieler vom 21. bis 31. Mai 2014 auf die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vor.

Wo die Profis trainieren
Bereits vor den Weltmeisterschaften 1990 und 2010 kickte das DFB-Team in Südtirol, damals in Eppan. Für die diesjährige Wahl des Trainingslagers waren vor allem die klimatisch guten Bedingungen in der Region ausschlaggebend: Die Lage auf der Südseite der Alpen bietet stabile Wetterverhältnisse, 300 Sonnentagen im Jahr, ein mildes Klima und frische Südtiroler Luft.

Das Passeiertal erstreckt sich von Meran bis zur berühmten Timmelsjoch-Hochalpenstraße an der Grenze zu Österreich. Geschützt von den Stubaier, Ötztaler und Sarntaler Alpen und inmitten des Naturparks Texelgruppe ist die Region ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren oder Paragleiten. „Unsere Freunde aus Südtirol haben uns wieder eingeladen und dieser Einladung sind wir sehr gerne gefolgt“, sagt der Manager der Nationalmannschaft Oliver Bierhoff. „Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen ist außerordentlich, in Südtirol haben wir uns immer wahnsinnig wohlgefühlt. Wir hatten dort immer hervorragende Trainingsmöglichkeiten und ich bin sicher, dass wir uns dort auch diesmal optimal vorbereiten können.“

Zahlreiche Aktivangebote in freier Natur
Unweit von der Kurstadt Meran wohnt die deutsche Elf im Golf- und Wellnesshotel Andreus. Die Südtiroler Familie Fink führt das Fünf-Sterne-Hotel seit 2009. Hier findet die Nationalelf die nötige Privatsphäre zwischen den Trainingseinheiten und zahlreiche Aktivangebote in der freien Natur. Die Sportanlage St. Martin liegt einen Kilometer von der Unterkunft entfernt, geschützt von Bergen und mit freier Sicht gen Süden.

Aber nicht nur die deutschen WM-Stars des Fußballs sind dieses Jahr in Südtirol aktiv. Auch die U20-Nationalmannschaft wird vom 23. bis 30. Mai 2014 auf dem zehn Kilometer weiter entfernten Sportplatz in St. Leonhard trainieren. Südtirol begrüßt Gegenwart und Zukunft des deutschen Fußballs!

In Südtirol auf ewig ein Held: Andreas Hofer, Foto: Heiner Sieger

In Südtirol auf ewig ein Held: Andreas Hofer, Foto: Heiner Sieger

Die gute Höhenluft steigert das Trainingsergebnis
Mehr als 27 Prozent der fast 500.000 Südtiroler sind in Sportvereinen organisiert. Wer hätte jedoch gedacht, dass in dieser „Skination“ der Fußball die beliebteste Sportart ist? In Südtirol zählen die Vereine fast doppelt so viele Fußballer wie Skifahrer: Insgesamt mehr als 20.000 Verbandsspieler kicken auf 237 Fußballplätzen. Der höchstgelegene Fußballplatz Südtirols liegt am Stilfser Joch auf 2.757 Metern.

Dass Ausdauertraining in hohen Lagen die Leistungsfähigkeit steigert, macht sich nicht nur die Laufelite Kenias jedes Jahr in Südtirol zunutze. Auch im Fußball schätzen Trainer den Effekt, dass bei abnehmendem Luftdruck und niedrigem Sauerstoffgehalt der Stoffwechsel angeregt und das Trainingsergebnis erhöht wird. Neben Serie A Topvereinen wie AS Roma oder Inter Mailand bereiten sich auch Clubs aus der Serie B und das Basketballteam des FC Bayern München in Südtirol auf die Meisterschaften vor. In den Sommermonaten schätzen zudem viele Skilangläufer Südtirol als idealen Vorbereitungsort.

Und wie man auf ewig zum Helden wird, das können sich die deutschen Nationalspieler dann noch im Andreas Hofer-Museum in St. Martin abschauen.

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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