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Seiser Alm: Neue Standarte beim 31. Oswald von Wolkenstein-Ritt

Oswald von Wolkenstein Ritt_Standarte_Seiser Alm Marketing_Helmuth Rier

Oswald von Wolkenstein Ritt: Dem Sieger winkt die Standarte; Foto: Seiser Alm Marketing, Helmuth Rier

Drei Orte, vier Turniere, 36 Reitermannschaften, 144 Teilnehmer. Auch in diesem Jahr treten hochmotivierte Reitteams aus Südtirol auf einer Zeitreise in die Vergangenheit zu Ehren des Ritters und Dichters Oswald von Wolkenstein gegeneinander an. Dem Siegerteam der dreitägigen Veranstaltung vom 14. bis 16. Juni winkt wie immer die beliebte Wanderstandarte als Trophäe. Nach zwölf Jahren ging die letzte Standarte fest in die Hände des Teams von „Kastelruth St. Valentin 2“, wodurch es 2013 eine neue Standarte geben wird.

Wie im frühen Mittelalter markiert dieses Feldzeichen im Rahmen der Wettkämpfe, montiert auf eine zwei Meter hohe Holzstange, die jeweiligen Sammelpunkte für die Reiter und geht nach Auszählung aller Wertungen als Wandertrophäe an das jeweilige Siegerteam. Das erste Team, das den Ritt dreimal gewinnt, darf das Insigne „sein Eigen nennen“ und eine neue Standarte wird angefertigt. Mit der letztjährigen Vergabe an das Team „Kastelruth St. Valentin 2“ wurden bisher fünf Standarten vergeben – in den Jahren 1987 und 1996 an das Team „Kastelruth Telfen“ sowie 1991 und im Jahr 2000 an das Team „Völs“, die in den Jahren in unterschiedlicher Besetzung antraten.

Höhepunkt des Spektakels ist das große Reitturnier

Los geht’s mit dem traditionellem Bieranstich und der Startnummernverlosung am Freitag, dem 14. Juni, gefolgt vom alljährlichen Festumzug mit anschließendem Dorffest im Zentrum von Kastelruth am Samstag, dem 15. Juni. Der Charme der Dörfer rund um den Schlern und das umfangreiche Rahmenprogramm schaffen seit über 30 Jahren beste Voraussetzungen für die Veranstaltung. Höhepunkt des Spektakels ist das große Reitturnier am Sonntag, den 16. Juni 2013.

Bei vier Wettkämpfen müssen die Vierer-Mannschaften ihre hohe Reitkunst und ihr Geschick unter Beweis stellen. Zuschauer können die Mannschaften zu Fuß oder mit einem kostenlosen Shuttlebus begleiten. Das erste Turnierspiel findet am 14. Juni um 9.30 Uhr in Kastelruth statt. Jeder Reiter muss bei dieser Disziplin aus vollem Galopp die Bannerstange seiner Mannschaft durch drei Ringe stechen und diese anschließend an einen Teamkollegen weitergeben.

Beim zweiten Wettkampf am Matzlbödele im Schatten von Oswalds Burg Hauenstein in Seis muss ein enges, verwinkeltes Labyrinth bezwungen werden. Der Hindernisgalopp findet am Völser Weiher statt. Beim Torritt, dem krönenden Abschluss auf Schloss Prösels, muss jeder Reiter einen schwindelerregenden Parcours aus eng stehenden Torstangen durchreiten.

Von der Stammtisch-Idee zum Publikumsmagnet

Die Idee zu dem außergewöhnlichen Reitspektakel entstand im Jahr 1983 in einer Stammtischrunde. In den 30 Jahren seines Bestehens wurde der Oswald von Wolkenstein-Ritt zu einer Erfolgsgeschichte. Mussten anfangs noch die Teilnehmer zum Mitmachen überredet werden, ist heute der Andrang so groß, dass die Teams zuerst durch eine Qualifikationsrunde müssen. Die größte Reitveranstaltung Südtirols lockt jährlich mehr als 20.000 Zuschauer an.

Mit der dreitägigen Zeitreise ehrt die Ferienregion Seiser Alm Oswald von Wolkenstein. Der charismatische Edelmann mit der Augenklappe war ein spätmittelalterlicher Superstar: 1377 in Südtirol geboren und 1445 in Meran verstorben war er ein gefeierter Abenteurer, romantischer Dichter und beispielhafter Ritter, der gut mit dem Schwert umgehen konnte. Der Oswald von Wolkenstein-Weg in Seis führt den Wanderer direkt ins Mittelalter. An 15 Stationen entlang des Rundweges zwischen den Burgruinen Salegg und Hauenstein erfahren kleine und große Entdecker viel über mittelalterliche Sagen und Mythen, über die gesellschaftliche Hierarchie, das Leben am Hof und die historischen Figuren der damaligen Zeit.

About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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