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Schlutzkrapfen

Schlutzkrapfen sind aus der Südtiroler Küche nicht wegzudenken. - Foto: Tourismusverband Alta Badia

Schlutzkrapfen sind aus der Südtiroler Küche nicht wegzudenken. – Foto: Tourismusverband Alta Badia

Schlutzkrapfen werden auch Schlutzer genannt und sind eine regionale Nudelspezialität. Sie sind etwa nussgroß und werden aus Roggen- oder Weizenmehl hergestellt. Die Füllung der Teigtaschen besteht aus Fleisch oder Kartoffeln, in Südtirol in erster Linie aus Spinat oder Rote Beete (Rohnen). Im Ladinischen werden die Schlutzer Casunziei genannt. Die deutsche Bezeichnung leitet sich vom Wort schlutzen her, was so viel wie gleiten oder rutschen bedeutet. (Das Rezept wurde entnommen aus dem Buch „Südtiroler Leibgerichte” von Hanna Perwanger, erschienen im BLV-Verlag, 12. überarbeitete Auflage, 1997).

Für den Nudelteig: 500 g Mehl, 3 Eier, Salz, Wasser.
Für die Fülle: ½ gehackte Zwiebel, 1 EL Butter, 1 abgehäutetes Kalbshirn, 2 EL durchpassierter Spinat, 1 EL fein gehackter, gekochter Schinken, etwas gewiegte Petersilie, und, wenn vorhanden, etwas Bratensoße.

h-h-shop new 300x200pxZwiebel in Butter dünsten. Sobald sie Farbe angenommen hat, das rohe, gewiegte Kalbshirn und nach einigen Minuten Spinat, Schinken, Petersilie und die Soße dazugeben. Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen Nudelteil kneten, in sechs Stücke teilen. Die Teile in Blätter ausrollen. Drei davon mit dem aufgeschlagenen Ei bestreichen. Mit einem Kaffeelöffel in gleichmäßigen Abständen kleine Häufchen der Fülle draufgeben und mit den nicht bestrichenen Blättern bedecken. Mit einem Krapfenradl kleine Vierecke, in deren Mitte die Fülle sich befindet, ausschneiden. In kochendes Salzwasser geben und so lange köcheln, bis sie an die Oberflächen steigen. Vorsichtig abseihen. Auf eine vorgewärmte Platte geben mit zerlassener Butter und geriebenem Parmesan anrichten. (Das Rezept wurde entnommen aus dem Buch „Südtiroler Leibgerichte” von Hanna Perwanger, erschienen im BLV-Verlag, 12. überarbeitete Auflage, 1997).

Südtiroler Leibspeisen

About Dieter Warnick

Immer wenn er davon spricht, dass Südtirol seine zweite Heimat ist, dann sagt er das nicht nur so zum Spaß. Denn Dieter Warnick wurde schon als Kleinkind die Affinität zu dem bezaubernden Landstrich südlich des Brenners quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater war auch vernarrt in die Dolomiten und seine Menschen dort. Und so ging es mindestens einmal im Jahr nach Südtirol. Mit der ganzen Familie. Im Laufe der Jahre wurden die Aufenthalte immer häufiger, das Wissen über die Örtlichkeiten immer spezieller. Dieter Warnick arbeitete 30 Jahre lang bei einer großen bayerischen Tageszeitung, ehe er sich 2008 neu orientierte, seinen Job als Sportredakteur an den Nagel hing und sich auf den Reise-Journalismus spezialisierte. Südtiroler Geschichten bleiben sein vorrangiges Genre, aber auch andere Länder haben es ihm angetan.

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