Home / Essen & Trinken / Arunda – Sektkellerei auf höchstem Niveau

Arunda – Sektkellerei auf höchstem Niveau

Über die kurvige Bergstraße geht es in schwindelerregenden Serpentinen 900 Meter hinauf nach Mölten – begleitet von grandiosen Ausblicken. Hier oben, in Italiens höchst gelegener Sektkellerei, produzieren Josef und Marianne Reiterer seit mehr als 30 Jahren „Arunda“,  eine fein perlende Sektspezialität.

In der Sektkellerei Arunda werden nur ausgewählte Südtiroler Trauben verwendet, Foto: Arunda

In der Sektkellerei Arunda werden nur ausgewählte Südtiroler Trauben verwendet.

Mit Herbstfarben gemalte Weinberge und 1000 Apfelbäume bedecken soweit das Auge reicht Hänge und Talboden in und um Lana, unserem Ausgangspunkt. Arunda liegt zwischen dem Weinanbaugebiet Terlan und nur 20 Kilometer von Bozen und Meran entfernt auf einer malerischen Hochebene in 1200 Meter Höhe. Hinter einer großen hölzernen Tür erwartet uns ein Vermögen an edlen Sekten.  Josef und Marianne  Reiterer heißen uns herzlich willkommen und führen uns durch die Gewölbe: „Eigentlich wollte ich eine Schnapsbrennerei aufmachen, aber meine Frau hat gesagt, davon gibt’s hier schon genug, wir machen Sekt! Und so haben wir 1979 mit der Marke Arunda eine Kellerei gegründet, deren Sekte nach der vor fast drei Jahrhunderten in der Champagne entwickelten Methode in Flaschengärung produziert werden.“

Alles begann in einm Stall

Marianne und Josef Reiterer beim Flaschendrehen in ihrem Sektkeller tief in Berg.

Josef ist ausgebildeter Önologe und Techniker. „Wäre meine Frau, Marianne nicht gewesen, hätten wir diese Kellerei in dieser Höhenlage nicht.“ In einem kleinen Raum des Hauses, einem ehemaligen Stall, begann die Familie die Weine aus der Region auszusuchen, die für die Sektherstellung die erwünschte Qualität und Grundlage für trockene und halbtrockene perlende Tropfen mitbringen. „Struktur und Lebendigkeit, aber auch natürlichen Esprit sollen die prickelnden Tropfen auch im Sekt behalten“, schildert Josef. Erst später kamen die Erweiterungsbauten in den Berg für die Lagerung und die Rüttelbänke der Flaschen sowie die Verkorkungsanlagen, Etikettier-Maschinen und Verpackung hinzu.

Gilt als Italiens höchst gelegene Sektkellerei: Arunda in Mölten

„Die ausgezeichnete Kontakte zu unseren Weinbauern, die sich an spezielle, mit uns abgesprochene Bearbeitungsrichtlinien halten und somit eine gleichbleibend hochwertige Grundlage bilden, belohnen uns mit inzwischen 90 000 Flaschen Produktion jährlich“,  schildert Josef und stellt eine Flasche mit einem dunkelpurpurnen Etikett „Marianne“ – ein extra Brut Cuvee – auf den Tisch. Marianne hat die verwendeten Chardonnay-, Weiß- und Blauburgunder-Trauben dazu selbst ausgewählt. „Ich bevorzuge Sekte, die sehr trocken sind und ausgezeichnet zu verschiedenen Speisen passen oder wenn ich einfach mal müde vom Einkauf komme und eine Erfrischung brauche“, lächelt Marianne.

Schmeckt gut zu allen festlichen Anlässen: Arunda-Sekt.

Während der anschließenden Führung zeigt Josef die schier endlosen Rüttelbänke. „Hier werden die Flaschen regelmäßig gedreht und anschließend die abgelagerte Hefe mit Hilfe der  Vereisungsmaschine entfernt“, erklärt Josef. In Deutschland ist Arunda Sekt über verschiedene Bezugsquellen zu erhalten. Wer in Lana vielleicht beim Schwarzschmied (www.schwarzschmied.com) mit Blick auf Weinberge und mitten im Ort weilt , sollte auf jeden Fall den Ausflug wagen und eine Verkostung und Führung durch die weitläufigen Kellergewölbe und Geschmackswelten der Cuvée Sekte buchen.

Weitere Informationen:

Arunda Cantina- Talento – V.Prof.-Josef-Schwarz 18, Italien- 39010 Mölten (BZ) Öffnungszeiten Montag bis Freitag 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr Samstag 8 bis 12- Führungen und Verkostung auf Anfrage. www.arundavivaldi.it

Fotos: Arunda

Dieser Artikel wurde bereits 6122 Mal gelesen.

About Livia Syttkus

Bücher umgaben mich in meiner Kindheit, da mein Vater Buchhändler war und jegliche Genres in unseren Regalen zu finden sind. Geschichten und Reiseberichte sowie die alljährlichen Ferien - Touren nach Italien entflammten in mir die Liebe zu der Alpenregion und speziell Südtirol. Die Fahrt durch die Dolomiten und Pausen in Jausenstationen und Buschenschänken in Südtirol war so prägend, dass ich hierüber während meiner 25jährigen journalistischen Tätigkeit und Redaktionsleitung begeistert publiziere. Meine persönlichen Kontakte und Reisen, das Wissen um die schönsten Loipen, Wanderstrecken, Wellnesstempel und Golfplätze wurden umfangreicher. Es entstanden Freundschaften zu Südtirolern, die Bestand haben und Stoff zu neuen Geschichten liefern.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

Newsletter von Schönes Südtirol abbonieren:
Eintragen