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MMM Dolomites: Reinhold Messners Museum im Belluno

In lufitger Höhe gelegen: das MMM Dolomites. - Foto: MMM/Tappeiner

In lufitger Höhe gelegen: das MMM Dolomites. – Foto: MMM/Tappeiner

Thema Fels in luftiger Höhe auf dem 2181 Meter hoch gelegenen Monte Rite. In der Provinz Belluno, fast genau zwischen den Städten Pieve di Cadore und Cortina d’Ampezzo, befindet sich das im Jahr 2002 eröffnete MMM Dolomites, und zwar auf dem 2181 Meter hoch gelegenen Plateau des Monte Rite. Pieve di Cadore hat 4000 Einwohner und liegt in einer Höhe von 878 Metern am Zusammenfluss von Piave und Boite. Die Stadt ist der Geburtsort von Tizian (um 1490 bis 1576), dem führenden Vertreter der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts und einem der Hauptmeister der italienischen Hochrenaissance.

Weitaus bekannter ist Cortina d’Ampezzo (6100 Einwohner, 1211 Meter hoch gelegen). Es ist das größe besiedelte Zentrum der Dolomitenladiner. Das renommierte Wintersportzentrum war 1956 Austragungsort der Olympischen Winterspiele sowie der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 1932 und 1941.

Grandioser Panoramablick

Im Herzen der Dolomiten also behandelt Reinhold Messner das Thema Fels. Genau am richtigen Ort, wie es scheint, denn vom Gipfelplateau aus eröffnet sich dem Besucher ein 360-Grad-Panoramablick auf spektakuläre Gipfel, wie den Monte Schiara (2565 Meter), die Civetta (3220), die Marmolada (3343), den Monte Pelmo (3168), die Tofana di Rozes (3225), Sorapis (3205), Antelao (3264) oder Marmarole (2932).

In einem ehemaligen Fort aus dem Ersten Weltkrieg sind Gemälde, Skulpturen und Installationen über die Dolomiten zu bestaunen. Anhand von Erinnerungsstücken an bedeutende Dolomitenkletterer- und Forscher, die mit ihren Entdeckungen, neuen Wegen und Erstbegehungen alpine Geschichte geschrieben haben, erklärt Messner die Entwicklung des Felskletterns. Herzstück des Museums ist eine große Galerie einmaliger Dolomiten-Bilder von der Romantik bis heute.

Ein besonderer Berg

Im Übrigen ist der Monte Rite ein besonderer Berg. Er war die ideale Position für die italienische Verteidigung gegen den österreichischen Kaiser Franz Josef und seine Truppen. Von 1912 bis 1914 wurde ein Fort errichtet, das vielen kriegerischen Widrigkeiten Stand hielt, Unterschlupf für Partisanen war und nach dem Zweiten Weltkrieg als Magazin für die Dorfbevölkerung diente.

Informationen: MMM Dolomites – Monte Rite, I-32040 Cibiana di Cadore, Tel.: (0039 0435) 89 09 96; E-Mail: dolomites@messner-mountain-museum.it; Internet: www.messner-mountain-museum.it

Anfahrtsweg: Vom Norden kommend die Brenner-Autobahn bei Brixen oder Klausen verlassen, dann Richtung Dolomiten-Pässe und Cortina d’Ampezzo, dann die Staatsstraße SS51 bis Cibiana di Cadore nehmen. – Vom Süden kommend Autobahn A27 Venedig-Belluno bei Ausfahrt Cadore verlassen, dann Staatsstraße SS51 bis Cibiana di Cadore. Am Parkplatz am Passo Ciabana in den Shuttle-Bus steigen oder wandern (etwa zwei Stunden).

Öffnungszeiten: Vom 1. Juni bis zum 30. September; im Juni und ab Mitte September jeweils von 10 bis 17 Uhr, von Juli bis Mitte September von 10 bis 18 Uhr; kein Ruhetag.

Unsere Serie über die fünf Messner Mountain Museen:
Die Messner Mountain Museen sind Reinhold Messners Lebenswerk und wollen Menschen und Berge zusammenbringen.

About Dieter Warnick

Immer wenn er davon spricht, dass Südtirol seine zweite Heimat ist, dann sagt er das nicht nur so zum Spaß. Denn Dieter Warnick wurde schon als Kleinkind die Affinität zu dem bezaubernden Landstrich südlich des Brenners quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater war auch vernarrt in die Dolomiten und seine Menschen dort. Und so ging es mindestens einmal im Jahr nach Südtirol. Mit der ganzen Familie. Im Laufe der Jahre wurden die Aufenthalte immer häufiger, das Wissen über die Örtlichkeiten immer spezieller. Dieter Warnick arbeitete 30 Jahre lang bei einer großen bayerischen Tageszeitung, ehe er sich 2008 neu orientierte, seinen Job als Sportredakteur an den Nagel hing und sich auf den Reise-Journalismus spezialisierte. Südtiroler Geschichten bleiben sein vorrangiges Genre, aber auch andere Länder haben es ihm angetan.

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