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Bozen: Spontane Stadterkundung mit Cem Özdemir

In Bozen gefällt es nicht nur „normalen“ Touristen. Auch ein Spitzenpolitiker wie Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat sich bei seinem aktuellen Aufenthalt in Südtirols Landeshauptstadt pudelwohl gefühlt – und nicht nur bei „Ötzi“ eine Begegnung der besonderen Art gemacht.

Begegnung mit einem Original: Cem Özdemir bei Cobo (Mitte), links Heiner Sieger, neben Cobo Dieter Warnick und Jutta Jauch-Sieger

Begegnung mit einem Original: Cem Özdemir bei Cobo (Mitte), links Heiner Sieger, neben Cobo Dieter Warnick und Jutta Jauch-Sieger

Am Donnerstag, den 29. März diskutierte Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Bozen noch lebhaft bei einem Diskussionsabend zum Thema “Der Green New Deal als Antwort auf die Krise(n) Europas” mit, der von den Südtiroler Grünen organisiert wird. Dabei ging der 47-jährige unter anderem auf die Wirtschaftswende, den Ökotrend und den Erfolg der Grünen in Europa ein. Bevor er am folgenden Nachmittag zu seinem nächsten Termin nach Trient aufbrach, genoss er noch einen ausgiebigen Rundgang durch Bozens Altstadt.

Die Redakteure von www.schönessüdtirol.de, Dieter Warnick und Heiner Sieger, hatten Cem Özdemir kurzerhand beim Frühstück im Parkhotel Laurin angesprochen. Das Angebot sie bei einer Stadtführung zu begleiten, nahm der verbindliche und sympathische Polit-Profi dankend an. Keine zehn Meter vom Hotel entfernt entdeckten ihn bereits die ersten Fans. Sätze wie: “Ich kenne Sie: Sie sind doch der Bundesvorsitzende der Grünen”, bekam er auf seiner Stadtrunde durch Südtirols Hauptstadt immer wieder zu hören. Professionell zückte er stets seine Autogramm-Karten, schüttelte Hände und verteilte Unterschriften und nette Worte.

Bozener Geschichte und “Bozener Sauce”

Zwischen Bozens Gassen eröffnen sich immer wieder faszinierende Ausblicke, Foto: Heiner Sieger

Zwischen Bozens Gassen eröffnen sich immer wieder faszinierende Ausblicke in die umliegenden Berge,  Foto: Heiner Sieger

Besonders angetan war Özdemir von Bozens liebenswürdiger Altstadt, den Rebhängen, den freundlichen Menschen und den vielen kultur- und geschichtsträchtigen Orten, Plätzen und Gegensätzen, wie dem Waltherplatz, den Lauben, den Burgen und dem Siegesdenkmal aus faschistischer Zeit.

Zwischendrin blieb sogar noch Zeit für einen Abstecher bei Bozens lebendem Original, dem Gastwirt, Künstler und Philosophen Cobo. Ein Besuch in dessen luftig-buntem Open-Air-Lokal, den „Fischbänken“ in der Dr. Streiter-Gasse, ist immer eine Begegnung der besonderen Art. Hier blieb Zeit für einen gemütlichen Plausch mit Cobo, verbunden mit dem Seitenhieb, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier schon öfter da war – all das selbstverständlich bei einem frischen Vormittags-Sauvignon. Auch den Besuch in Südtirols vornehmem Speiselokal „Kaiserkron“ am Musterplatz, bei frischem Spargel und „Bozener Sauce“, konnte sich der interessierte Grünen-Politiker zeitlich noch leisten.

Noch ein jahr zu besichtigen: Eismann Ötzi im Bozener Archäologiemuseum, Foto: Heiner Sieger

Noch ein Jahr zu besichtigen: Eismann Ötzi im Bozener Archäologiemuseum, Foto: Heiner Sieger

Den Höhepunkt des Bozen-Rundgangs bildete ein Besuch im Archäologiemuseum. Unter dem Motto „Özdemir trifft Ötzi“ ließ sich Cem Özdemir auf die spannende und informative Reise in die Zeit vor 5000 Jahren mitnehmen. Ötzi, die 5300 Jahre alte Gletschermumie, gibt seit ihrem Fund vor 20 Jahren der Wissenschaftswelt Rätsel auf. Aber die Ausstellung beantwortet auch viele Fragen.

„Bozen ist viel schöner und interessanter, als man denkt und im Vorbeifahren Richtung Süden vermutet“, so das Fazit des Parteivorsitzenden mit schwäbischen Wurzeln. „Was ich hier alles entdeckt habe, möchte ich unbedingt meiner Familie zeigen. Die werde ich bei meiner nächsten Reise hierher auf jeden Fall mitnehmen.“

Grandiose Aufnahmen aus Bozen und Umgebung bietet dieser Film:

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About Heiner Sieger

"Nur ned locker loassen" - diese Weisheit des Südtiroler Unikums Luis Trenker ist auch mein Motto, beruflich wie privat. Journalismus habe ich von der Pike auf gelernt, in fast allen Ressorts bei der Badischen Zeitung sowie der Schweizerischen Handelszeitung. Dann folgten die taffen Jahre bei Capital, Focus und Münchner Abendzeitung. Heute steht mein eigenes Büro, Redaktion München, mit Schwerpunkt Corporate Publishing im Vordergrund. Neben Fussball und Eishockey pflege ich ein ausgefallenen Hobby: Über Südtirol könnte ich eigentlich den ganzen Tag schreiben. Aber noch lieber bin ich dort, lerne neue Menschen kennen oder treffe alte Freunde und Bekannte.

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