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Alta Badia: Hochgenuss im Tal der Sterne

Einmal im Jahr ist Alta Badia in aller Munde – zumindest bei den Brettlfans auf der ganzen Welt. Dann nämlich – immer wenige Tage vor dem Weihnachtsfest – gastiert der alpine Ski-Zirkus im Örtchen La Villa (deutsch: Stern) im Abteital, auch Gadertal genannt.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Auf der “Gran Risa”, der dortigen Weltcupstrecke – kämpfen die besten Slalom- und Riesenslalomspezialisten um Sieg und Platzierungen, um Weltcuppunkte und ansehnliche Prämien. Das Tal, von dem die Einheimischen behaupten, es sei einzigartig in seiner Art in Südtirol – sie nennen es wegen der dort ansässigen Gourmetköche auch gern das Tal der Sterne – ist die Heimat der Ladiner, und dieser Volksstamm ist ein rühriger Schlag von Menschen.

Die sechs Dörfer am Sella-Stock

Schroff und unnahbar: Die Gipfel des Badia.

Schroff und unnahbar: Die Gipfel des Badia.

Aber was eigentlich bedeutet Alta Badia? Denn der Name taucht auf keiner Landkarte auf! Alta Badia stammt aus der ladinischen Sprache und dient der Werbung zur touristischen Vermarktung von sechs Dörfern, die am gewaltigen Sella-Stock in Südtirol liegen. Es sind dies die Orte Badia (1324 m hoch gelegen), La Val (1348 m), La Villa (1433 m), San Cassiano (St. Kassian/1537 m), Corvara (1568 m) und Colfosco (Kolfuschg/1645 m). Die Einwohner von Alta Badia werden Badioten genannt. Im ursprünglichen Sinne ist Alta Badia eine ganz normale Talschaft, wie es beispielsweise auch das Grödnertal ist oder das Eisacktal. In Alta Badia locken 95 Abfahrten; dazu hat man direkten Anschluss an mehr als 500 Pistenkilometer.

Corvara, die “Mondäne”

Am Fuße des Sassongher-Massivs (2665 m) liegt – sehr idyllisch und zentral – mit Corvara der mondänste und daher auch bekannteste Ort in Alta Badia, ein Dorf mit sehr viel Tradition, und in den Sommermonaten der klassische Bergsteigerort. Hier wurde im Jahr 1941 der erste Sessellift Italiens gebaut. Von Corvara aus kann man direkt in die Sella-Ronda einsteigen, in die weltbekannte Umrundung des gleichnamigen Gebirgsstocks über 42 Kilometer.

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Kolfuschg, die “Höchstgelegene”

Der Nachbarort Kolfuschg ist nicht weniger bekannt. Es ist das am höchsten gelegene Dorf im Hochabteital. Zu einem Höhepunkt auf Skiern zählt die Abfahrt durch das Mittagstal, die aber nur von sehr geübten Fahrern in Angriff genommen werden sollte, die auch außerhalb der Piste hervorragend abfahren und Erfahrung im hochalpinen Gelände haben. Die Tour sollte nie allein bewältigt werden. Das Mittagstal durchschneidet die Sella-Gruppe von Nord nach Süd und bietet eine gewaltige Bergkulisse. Zur Mittagszeit, also mit der Sonne im Rücken, bietet sich ein fantastischer Blick durch das Tal bis hinunter nach Kolfuschg. Die Länge der Abfahrt beträgt 3400 Meter, die Höhendifferenz 1100 Meter. Bei einem durchschnittlichen Gefälle von 34 Prozent beträgt das maximale Gefälle sagenhafte 110 Prozent. Damit ist alles gesagt!

Der Heiligkreuzkofel im Abendlicht.

Der Heiligkreuzkofel im Abendlicht.

La Villa, die “Sonnenverwöhnte”

An Bekanntheit enorm aufgeholt hat La Villa, nicht zuletzt wegen des Weltcups. Der Ort, von der Sonne verwöhnt, liegt in der Mitte von Alta Badia und ist Ausgangspunkt zu den beiden Nationalparks Puez Geisler und Fanes-Sennes-Prags. La Villa ist ein malerischer Flecken Erde, am Fuße des Gardenazza und Piz La Villa gelegen, und ist Busknotenpunkt an der Gabelung des Tals.

St. Kassian, die “Genüssliche”

Kleiner und beschaulicher kommt dagegen St. Kassian daher. Das Dorf beherbergt zwei Sterneköche und gilt als der Gourmetort in Alta Badia. Überhaupt – im gesamten Tal, und auch auf den Berghütten, gibt es lukullische Genüsse im Überfluss. Das Portemonnaie sollte daher immer gut gefüllt sein. Man bekommt aber auch für sein Geld jede Menge geboten!

About Dieter Warnick

Immer wenn er davon spricht, dass Südtirol seine zweite Heimat ist, dann sagt er das nicht nur so zum Spaß. Denn Dieter Warnick wurde schon als Kleinkind die Affinität zu dem bezaubernden Landstrich südlich des Brenners quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater war auch vernarrt in die Dolomiten und seine Menschen dort. Und so ging es mindestens einmal im Jahr nach Südtirol. Mit der ganzen Familie. Im Laufe der Jahre wurden die Aufenthalte immer häufiger, das Wissen über die Örtlichkeiten immer spezieller. Dieter Warnick arbeitete 30 Jahre lang bei einer großen bayerischen Tageszeitung, ehe er sich 2008 neu orientierte, seinen Job als Sportredakteur an den Nagel hing und sich auf den Reise-Journalismus spezialisierte. Südtiroler Geschichten bleiben sein vorrangiges Genre, aber auch andere Länder haben es ihm angetan.

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