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Cortina: Hohe Berge, teure Nächte

In Cortina d’Ampezzo tun sich Abgründe auf. In jeder Hinsicht. Kein Wunder, so hoch wie die Berge hier sind. Und die Preise! Auf’s Geld sollte man auf gar keinen Fall achten müssen, wenn man sich ins Nachtleben stürzen will.

In Cortina ist immer was los, das Nachleben legendär. - Foto: Dolomiti Superski

In Cortina ist immer was los, das Nachleben legendär. – Foto: Dolomiti Superski

Derjenige, der die nötigen Scheinchen hat, der schweigt lieber und genießt. Denn in den zahlreichen Bars, Clubs und Discotheken ein kleines Vermögen los zu werden, ist absolut keine Schwierigkeit. Das viel größere Problem ist es nämlich, die zahlreich vorhandenen, nämlich, zum Teil schwierigen Pisten (insgesamt 115 Kilometer) einigermaßen unfallfrei hinunter zu kommen.

Wer nur zum Skifahren nach Cortina kommt, und es lieber vorzieht, frühzeitig ins Bett zu gehen, um am anderen Morgen ausgeruht ans Werk zu gehen, als sich ins nächtliche Getümmel zu stürzen, der kann in Cortina nicht arg viel falsch machen. Wer beides will, Ski und Rummel, der sollte großzügig zu sich sein.

Und wer Cortina meidet, weil es ihm schlicht zu teuer ist, der ist auch gut beraten. Kostspielig ist’s halt im exklusiven, und – obschon mit den Jahren in die Tage gekommen – immer noch elegantesten, mondänsten, berühmtesten und beliebtesten Skiort Italiens. Wer ko der ko, sagt der Bayer.

Die Tofana, einer der markantesten Dolomitengipfel. - Foto: Cortina Turismo

Die Tofana, einer der markantesten Dolomitengipfel. – Foto: Cortina Turismo

Zu bereuen gibt es nichts

Wer finanziell Abstriche machen muss, aber sich dennoch mal Cortina leisten will, sollte sich nicht abschrecken lassen, den Olympiaort von 1956 zu besuchen. Er wird es nämlich nicht bereuen. Er muss ja nicht gleich in den traditionsgeschwängerten Nobelhotels einchecken, wie es beispielsweise das Cristallo Palace ist, dass das erste Fünf-Sterne-Luxushotel in den Dolomiten war, oder im Miramonti Majestic Grandhotel, das ebenfalls fünf Sterne trägt.

Auf dem Corso d`Italia spielt sich das Leben ab - sehen und gesehen werden ist hier das Motto - Foto Bandion

Auf dem Corso d`Italia spielt sich das Leben ab – sehen und gesehen werden ist hier das Motto – Foto: Bandion

Ein Haus mit ein, zwei Sternen weniger tut`s ja auch. Insgesamt stehen annähernd 15 000 Gästebetten zur Verfügung. Oder man bucht eine Unterkunft in den Ortschaften der benachbarten Täler und kommt tatsächlich nur zum Skilaufen nach Cortina.

Zu sehen gibt es jede Menge

Zu sehen gibt es in dem Nobelort auf jeden Fall eine ganze Menge. Schicki-Mickis vor allem, betuchte Italiener, Pelz behangene Diven oder solche, die es sein wollen, Promis und weniger Prominente, Stars, Blaublütige, Snobs, Neureiche, Abgehalfterte – Cortina übt immer noch seinen Reiz aus, bei alt und jung. Ein Bummel auf dem Corso d’Italia, der Hauptstraße der 6200-Einwohner-Stadt, mit seinen feudalen Geschäften und noblen Boutiquen lohnt immer – Luxus pur. Cortina ist bevorzugter Schauplatz des Dolce Vita, ein Symbol für Exklusivität und Mode, und ein internationales Schaufenster für den “Italian way of life.” Und das seit über 100 Jahren.

About Dieter Warnick

Immer wenn er davon spricht, dass Südtirol seine zweite Heimat ist, dann sagt er das nicht nur so zum Spaß. Denn Dieter Warnick wurde schon als Kleinkind die Affinität zu dem bezaubernden Landstrich südlich des Brenners quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater war auch vernarrt in die Dolomiten und seine Menschen dort. Und so ging es mindestens einmal im Jahr nach Südtirol. Mit der ganzen Familie. Im Laufe der Jahre wurden die Aufenthalte immer häufiger, das Wissen über die Örtlichkeiten immer spezieller. Dieter Warnick arbeitete 30 Jahre lang bei einer großen bayerischen Tageszeitung, ehe er sich 2008 neu orientierte, seinen Job als Sportredakteur an den Nagel hing und sich auf den Reise-Journalismus spezialisierte. Südtiroler Geschichten bleiben sein vorrangiges Genre, aber auch andere Länder haben es ihm angetan.

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